Abschluss des Projektes Untere Uferstraße nach 15 Jahren – Start des Projektes Baumwasen Treff 20. August 2008

Das Projekt Untere Uferstraße existierte in seiner Form seit 15 Jahren. Vieles wurde erreicht! Vieles konnte im Stadtteil selbst zum Positivem verändert und initiiert werden. Nach nun 15 Jahren beendet der Vorstand des Kreisverbandes dieses erfolgreiche Projekt. Am 19.07.2008 wurde aus diesem Grunde ein Abschlussfest für die Bewohner, die Mitarbeiter und die Kooperationspartner gefeiert.

Auslöser dieser Situation war die Beendigung der Zuschüsse von Stadt und Landkreis. Nach deren Meinung geht es den Kindern dort sehr gut, so dass keine Betreuung mehr notwendig ist. Der DKSB Schorndorf/Waiblingen kann die Personalkosten alleine nicht tragen, weshalb er sich zur Beendigung entschlossen hat. Die Situation stellte sich aus der Sicht des Kreisverbandes wie folgt dar:

Die damaligen ethnischen Konflikte, welche für die Initiierung des Projektes  im Jahr 1993 unter anderem mit verantwortlich waren, sind aus heutiger Sicht nicht mehr vorhanden. Durch die Aktivierung der Bewohner durch die Projektbetreuerin, konnte eine weitestgehende Beruhigung erreicht werden. Die wohnliche Situation hat sich sehr zum Positiven entwickelt. Die Polizei meldete keine Straftaten bzw. Einsätze direkt im Gebiet selbst bzw. im Zusammenhang mit Bewohnern bzw. Kindern oder Jugendlichen aus dem Stadtteilgebiet. Auch das Jugendamt meldete keine notwendigen Aktivitäten im Bereich des Wohngebietes.

Auch die Schließung des Asylantenheims in der Stuttgarter Straße im Jahr 2006 trug zur spürbaren „Klimaverbesserung“ bei. Im Stadtteil wohnen heute selbst Kinder und Jugendliche die kaum bis gar nicht durch ihre Verhaltensweisen bzw. negativen Schulergebnisse auffallen. Inzwischen gehen viele auf Realschule oder Gymnasium.

Aufgrund eigener finanzieller Schwierigkeiten sah sich der Kooperationspartner AWO im Jahr 2006 nicht mehr in der Lage, den bisherigen Zuschuss zur Miete zu leisten. Auch das Christliche Zentrum Scala war aufgrund eigener Umstrukturierungen im Jahr 2007 nicht mehr in der Lage, einen Mitarbeiter für das Projekt zu finanzieren und fiel somit ebenfalls als Kooperationspartner aus. Da die Streetworker der Mobilen Jugendarbeit viele neue Aufgaben in der Stadt dazu bekamen, wurden sie im Sommer 2007 von der Stadt Schorndorf nicht mehr für das Projekt zur Verfügung gestellt. Das Kooperationskonzept zerfiel, so dass der DKSB Ende 2007 als einziger übrig blieb.

Die derzeitig zu beobachtende Belegung des Liegenschaftsamtes in die städtischen Wohnungen lässt jedoch befürchten, dass ein erneuter ethnischer sowie kultureller Konflikt entstehen könnte. Für sehr wichtig erachtet der DKSB ein Wohnbelegungskonzept, das im Vorfeld abzusehende Konflikte zu vermeiden hilft.

Aus diesem Grunde wird sich der Kreisverband selbstverständlich nicht aus seiner Verantwortung „stehlen“ und unterstützt durch die Finanzgruppe FLEX Fonds noch für mindestens 1 Jahr zwei Kindergruppen weiter anbieten.

Auch wenn das Projekt beendet ist, die Kinder und Jugendlichen benötigen weiterhin Unterstützung und Begleitung!

 

Abschluss des Projektes Untere Uferstraße

Herzlichen Dank an unsere langjährige sehr zuverlässige und engagierte Projektbetreuerin Frau Renate Schulze.

Bei 15 Jahren Projektarbeit, gibt es erfahrungsgemäß viele Menschen, die durch ihr Zutun mit dazu beigetragen haben, dass diese Arbeit gelingt.
Allen sei an dieser Stelle gedankt. Ganz besonders ist es aber dem Vorstand ein wichtiges Anliegen, Frau Renate Schulze für ihre Arbeit, für ihr großes Engagement sehr herzlich zu danken.

Es ist sicher nicht übertrieben wenn wir festhalten, dass ohne die Arbeit von Frau Renate Schulze dieses Projekt nicht zu dem geworden wäre, was es letztendlich wurde, nämlich erfolgreich!

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